Nähe ohne Heimat

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Abschnitt II.1 – Wiedersehen
Jahre gingen. Und da warst du. Wieder.
Nicht mehr das Mädchen. Nicht ganz Frau. Dein Blick war weicher. Dein Lächeln stiller. Du sahst mich – und ich sah uns beide nicht mehr. Ein Moment stand still. Und verging.
Abschnitt II.2 – Fast Nähe
Wir lagen nebeneinander – aber nicht im selben Bett. Unsere Stimmen flüsterten durch Räume, in denen kein Echo lebte. Deine Hand – zu nah, um fern zu sein. Zu fern, um mich zu halten. Wie zwei Boote im selben Nebel. Ich war da. Du warst da. Aber nicht für mich.
Abschnitt II.3 – Tragen und Schweigen
Ich trug dich. In Gedanken. In Träumen. In meinem Schweigen. Ich hielt dich – ohne Arme. Ich sprach mit dir – ohne Worte. Ich war voll von dir – und leer zugleich. Du lächeltest. Ich nickte. Und wir schwiegen wie Fremde mit Geschichte.
Abschnitt II.4 – Verlust in Zeitlupe
Was zwischen uns lag – hatte keinen Namen. Keine Richtung. Kein Versprechen. Vielleicht war das das Problem. Ohne Worte – keine Erinnerung. Ohne Klarheit – kein Schmerz. Nur dieses Dazwischen.
Wie Licht in kaltem Wasser. Wie ein Kuss ohne Mut.
Und ich verlor dich nicht in einem Moment – sondern in Zeitlupe. Über Tage. Über Nächte. Über alles, was wir nie gesagt haben.

